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Aus dem Rollstuhl aufgestanden
Ich war 10 Jahre alt und hatte mir wieder einmal meine Beine gebrochen. Und dann schoben sie ihn in mein Zimmer, den Rollstuhl. Nur für eine Weile, hieß es, bis du wieder laufen kannst.
Der Haken war nur, dass meine Knochen nicht mitmachten. Ich hatte Glasknochen, das ist ein Gen-Defekt, wobei die Knochendichte zu gering ist und es dadurch schnell zu Brüchen kommt. Ich brauchte mich nur zu stoßen und schon war es passiert. Bis zu meinem 22. Lebensjahr zählte ich bereits 24 Knochenbrüche. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich wie ein Baby von neuem anfing laufen zu lernen.

Eines Tages erzählte mir eine Frau, dass sie Krebs hatte und auf übernatürliche Weise davon geheilt wurde. Das hörte sich vielleicht seltsam an. Aber sie ist eine Geschäftsfrau und sie kann es sich ja nicht leisten Märchen zu erzählen. Sie ließ auch nicht locker. Mehrmals wollte sie mich einladen, damit ich mehr darüber erfahre Irgendwann gab ich nach.

Sie lud mich zu einem Gottesdienst ein. Ich war bis dahin noch nie bei einem Gottesdienst und fühlte mich anfangs auch sehr unbehaglich. Denn ich hatte den Eindruck als würden die Menschen mich gleich mit ihren Gebeten überfallen. Doch die Predigt berührte mich stark und das anschließende Gebet des Predigers tat seine Wirkung. Ich stand auf und lief eine Runde an der Hand des Predigers. Doch dann bekam ich eine gehörige Ladung der Kraft Gottes ab und fand mich liegend, wie „angetackert“, auf dem Fußboden wieder. Seit diesem Tag weiß ich, dass Gott existiert und dass er die Menschen von jeder Krankheit heilen kann, denn seit nun 7 Jahren sitze ich nicht mehr im Rollstuhl.

„Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! Der da vergibt alle deine Sünden, der da heilt alle deine Krankheiten.“ (Ps. 103:2-3)

Kathrin Köhler

 
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